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2015 Avtonomi Akadimia (fortwährend)

Art-as-education ist der nächste Schritt der Entwicklung nach dem Phänomen der activist art.

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Avtonomi Akadimia ist eine sozio-kybernetische chronopolitische Skulptur. Sie operiert am  topos der Entstehung des patriarchalen Konzept der abendländischen Bildung, im Garten der Platos Akademie, Akadimia Platonos, einer archäologischen Stätte in Athen.

2014 Götter und Schriften Rund ums Mittelmeer

In Zusammenarbeit mit Moritz Mattern

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Das Video ist eine Ankündigung des Buches „Götter und Schriften Rund ums Mittelmeer“, herausgegeben von Friedrich Kittler †, Joulia Strauss, Peter Weibel, Peter Berz und Gerhard Scharbert, Fink Verlag. Im Buch sind wissenschaftliche Beiträge zu dem Symposion, welches The In Memoriam Friedrich Kittler am 19-20 Oktober 2012 am ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie, Karlsruhe stattgefunden hat. Zugleich, dokumentiert das Video den Performance-Vortrag von Joulia Strauss auf dem Symposion. Er trägt den Titel „Den Lauten Stummen“ und wurde in Taubstummensprache gehalten. Dieser stellt eine wilde, aber doch sehr präzise Verbindung zwischen Asamblea und Symposion, Anarchie und vorsokratischem Denken gegen das Imperium, Aktivismus von Occupy und einem von Jesus…

Link zu dem Video

2013 Global Activism

global aCtIVISm
Eine Ausstellung im ZKM | Museum für Neue Kunst
Projektteam: Peter Weibel und Andreas Beitin, Andrea Buddensieg, Dietrich Heissenbüttel, Sabiha Keyif, Elisabeth Klotz, Sarah Maske, Linnea Semmerling, Joulia Strauss, Tatiana Volkova, Philipp Ziegler

global aCtIVISm

Strauss: “Aktivistische Artefakte, die Kunstwerke sind, und Artefakte, die keine sind, vermischen sich in der Ausstellung – und bringen damit das Wertesystem des korrupten, neoliberalen, prostitutiven Kunstmarktes durcheinander. Viele Einrichtungen versuchen krampfhaft zu übersehen, dass in der Kunst eine radikale Demokratisierung stattgefunden hat. ‘Global Activism’ bricht mit der veralteten Art, Ausstellungen zu machen und nimmt die aus dem globalen sozialen Wandel hervorgehende Form einer Ausstellung des 21. Jahrhunderts an. Weiter lesen

Ein Text von Peter Weibel

Ein umfangreiches Buch zur Ausstelung

Nahezu fünfzig WissenschaftlerInnen, KünstlerInnen und Aktivisten sind im Rahmen des groß angelegten Ausstellungsprojekts im ZKM zusammenkommen

Komplementär zur Ausstellung haben Daniel Mützel und Joulia Strauss eine Spezialausgabe des Magazins Krytyka Polityczna herausgebracht. Aus dem Vorwort: „Brothers and Sisters, this is not a magazine. It is a tool for political practice in the current global revolution. This special issue of Krytyka Polityczna is complementary to the exhibition „Global Activism“ at the Center for Arts and Media (ZKM) in Karlsruhe. While the team of ZKM – as an institution – conducts the analysis from the outside, we provide revolutionary knowledge by highlighting the perspectives of those actually involved in the various struggles against the politico-economic powers that be.“ Die Ausgabe ist online:

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Ausserhalb des Kontektes von global aCtIVISm, wurde die Ausgabe auf dem Media Impact Festival, Museum of Freud’s Dreams, St. Petersburg und in der “Ukraine Konferenz“, Volksbühne, Berlin, präsentiert. Für diesen Anlaß wurde eine stereoskopische Dokumentation über die Bewegung “Refugee Strike“ geschaffen.

„Episodes of the Refugee Strike Berlin“
eine der Episoden

2013 Winter Holiday Camp

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Winter Holiday Camp ist eine Bewegung für demokratische Tranformation der Kunstinstitutionen. Eine vielfältige Dokumentation der Geschichte ihrer Entwicklung und Praxis befindet sich hier

2012 Occupied Berlin Biennale 7

Die Berlin Biennale 7 war ein für Berlin einmalig offener Raum für die Zusammenkunft von Kunst und Protest. Aufgrund ihres antikapitalistischen Verzichts auf die der Logik des Kunstmarktes, wurde sie von den Journalisten systematisch und oberflächlich diskreditiert, während im Gebäude der Institution KW, und in zahlreichen öffentlichen Räumen Berlins ein Prozess stattgefunden hat, über den wir nur staunen können. Joulia hat in diesem teilnehmen können und stellt selektiv aus ihrer Perspektive zusammen:

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DIE 7. BERLIN BIENNALE WIRD BASISDEMOKRATISCH UMGESTALTET

Nach mehr als der Hälfte der Laufzeit der 7. Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst haben die globalen Bewegungen die hierarchische Struktur der Biennale insofern infrage gestellt, als dass sie einen Schritt in Richtung Horizontalität angeregt haben. „Horizontalität“ meint die Auflockerung von Machtstrukturen weg von Führungshierarchien – Beschlüsse werden durch Gruppenkonsens gefasst. In diesem Experiment wurden die Positionen der KuratorInnen gegenüber den Bewegungen von „Occupy Biennale“ geändert und eine Reihe von Asambleas ins Leben gerufen, in denen unter Teilnahme von AktivistInnen und MitarbeiterInnen die Arbeitsbedingungen überdacht werden sollen. Das Experiment beabsichtigt, die bestehenden kulturellen, institutionellen und wirtschaftlichen Hierarchien aufzulockern und die 7. Berlin Biennale mit ihrem Anspruch in Einklang zu bringen, Kunst vorzustellen, „die tatsächlich wirksam ist, Realität beeinflusst und einen Raum öffnet, in dem Politik stattfinden kann“ (Artur Żmijewski in der Berlin Biennale Zeitung „Act for Art“).
Das Experiment wurde von Mitgliedern der Occupy/M15-Bewegungen, die Teil der 7. Berlin Biennale sind, als Antwort auf die entmachtende Situation initiiert, die vor allem in Berlin als „Menschenzoo“ bekannt geworden ist. Weiter lesen

Eine von Hunderten der kollektiven Aktionen von KünstlerInnen und AktivistInnen aus der ganzen Welt:
Feierlichkeiten Im PergamonMuseum! Kunst und Kultur für alle!

Es gibt einen berühmten Schatz in Berlin, der als Pergamonaltar bekannt ist. Dieses riesige Relief aus dem alten Griechenland stellt den Kampf zwischen den Giganten und den olympischen Göttern dar. Im späten 19. Jahrhundert wurde der Pergamonaltar an seinem ursprünglichen Ort in der heutigen Türkei abgebaut und nach Berlin auf die Museuminsel gebracht. Seitdem wurde er als symbolische Darstellung der Macht durch Deutschland und die Sowjetische Union genutzt und missbraucht. Der Pergamonaltar gilt als ein Symbol der Verschiebung und Bestezung der Kultur durch den Einfluss von Eliten. Es gab einen Aufruf, um ihn der Türkei zurückzugeben.
Wir möchten mit unserer Aktion die Frage nach dem Kolonialismus und der Veruntreuung von Kunst und Kultur stellen. Wir möchten unsere Solidarität mit der türkischen Gemeinde, die unter Rassismus und Gentrifizierung leidet, zeigen. Wir möchten an dem Altar den Sieg der Basisdemokratie und des Gemeinsamen segnen.

Weitere Informationen über Aktionen im öffentlichen Raum

2011 Anamorphose Monument To Chelsea Manning

Die Videoskulptur ist ein dynamisches anamorphoses Monument für Chelsea Manning—eine unschuldige, hochintelligente IT-Spezialistin, welche, zum damaligen Zeitpunkt als Bradley, der Einzelhaft, dem no-touch psychischen Folter sowie der gezwungenen Nacktheit unterworfen war, weil sie die Welt über die Vietnam-esquen Aktivitäten der USA in Iraq unterrichtet hat. Während die Medien die politische Bedeutung Mannings Tat entstellt haben, hat die Technik des Anamorphosis das Bild von Chelsea Manning entzerrt, und den Zweck ihrer Veröffentlichung der Dokumente über die Kriegsverbrechen sie selbst erläutern lassen:

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Manning 3D: „… well, it was forwarded … to WikiLeaks and god knows what happens now. Hopefully worldwide discussion, debates, and reforms. If not, than we’re doomed as a species. I will officially give up on the society we have if nothing happens.

Es passiert nichts außer ein Paar weitere Kriege in der Gesellschaft, die wir haben. Dementsprechend sind wir als Spezie zum Scheitern verurteilt, die herausragenden Idealisten aber, die wir hatten, bringen in unsere tragische Geschichte Schönheit.

Link zur Dokumentation

2010 Aporien der Liebe

Ein junger Griechischer Philosoph wunderte sich über Joulia Strauss: „Who are you?! You are the discourse itself“.

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„Uraufführung des ältesten altgriechischen Musikfragments in Berlin“, ein „live“ Beitrag beinhaltete ein gesungenes und auf der Lyra gespieltes Stück, einen Vortrag, welcher behilflich war, die Schönheit der Struktur der pythagoreischen Maschine der Liebe zu verstehen, und ein Kleid, das in lydischer Art proportioniert ist und ein Teil des komplexen Prozesses der Fortentwicklung der Musiknotation bildet, die Joulia Strauss gemeinsam mit dem Philosoph Martin Carlé vollzieht. Die Performancekleidskulptur blieb als böser Entzug einer dynamischen Anwesenheit, aber zugleich als Werk mit einer Spur des Ethos in dem Ausstellungsraum liegen. Sie überging in eine Serie von Fotos, welche die Operation des Kurzschlusses zu dem aktuellen Diskurs um die „Aporien der Liebe“ vollziehen: indem sie die aporetischesten Verkörperungen aus dem Marcus Steinwegs Buch mit dem gleichnamigen Titel sind (S. Abb.) und die Grenze zwischen epistemé und techné, Theorie und Praxis, Philosophie und Kunst feierlich überschreiten!

Joulia Strauss vollzog damit Experimente der Anwendung der Theorie des Subjekts: wenn die romantische Liebe der Fundamentalismus der Moderne ist, so sind die kalligrafischen Zitate auf dem Körper des Subjekts seine traditionellen logozentrischen Ornamente…

2010 Welcome to the Mediterranean Basin

“It is a big momentum of transition. A change in art that starts from Athens. How happy I am, and proud of the artists. They have deep knowledge and are not driven by the art market, but by the Gods.
(Strauss, Sky Radio Athens, 2010)

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Die aus Silberdraht zusammengelötete „Zweite Delphische Hymne an Apollon“ ist ein Teil des Skulpturensystems der „Mathematischen Operationstiere“. Die Arbeit versammelt fünf Paare von hypolydischen Schildkröten und fünf lydische Hunde in einem Kreis. Die Charaktere verkörpern die Modulationsstruktur der Zweiten Delphischen Hymne an Apollon, welche sich hinter den Notenzeichen verbirgt und sich unseren Ohren entzieht. Altgriechische Musiknotation ist vor allem die Notation von Harmonie, die sich somit als eine performative Skulptur offenbaren kann. Die nur in Bruchstücken erhaltene Hymne ist als Skulptur nach seiner erhaltenen Struktur rekonstruiert und weiterentwickelt.

Videodokumentation der Skulptur:

Ein archaischer Hund trägt Melodie aus den Ritualen um 600 v.Chr. Er berührt zögerlich zwei Schildkröten, der lydische Teil 1 übergeht in den Hypolydischen 2 und so fort. Glieder der Tierkörper zeigen die Dynamik des Melos und die schönen Momente der Transformation zwischen den Tonarten (Modulation) als verschiedene Zustände von Mischwesen.

Die Flosse einer Schildkröte (oerótato pterígio), ist zugleich des einen Hundes (skiláki) Pfote, welche langsam zu einem aristokratischen Schwanenfuß aus der Hypophrygischen Tonart wird. Am Ausklang des archaischen Teils „hilft“ der Drache Python der Kulturrevolution und verändert den von Limenios komponierten klassischen Verlauf, um den Mythos, den Hymnos, und die Skulptur fortzuentwickeln. Der zehnte, letzte Teil tritt als ein wilder Hund (2010 n.Chr.) auf. Er beißt in den Schwanz seines Vorfahren und schließt damit die Komposition.

Die schwebende Skulptur wird nur als Licht wahrgenommen, da tausende von Spektralpartikeln ihre Drahtoberfläche verhüllen. Die Geometrie wirft Schatten in 3 Richtungen und bewegt sich mit der Melodie, den Ausstellungsraum in eine 3D Animation verwandelnd. Die Skulptur in Bewegung beinhaltet Ethos und wirkt als ein Dispositiv der Harmonia.

2010 TK News – 5 Athens

In Zusammenarbeit mit Moritz Mattern

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Nach der Kulturrevolution wird das Land von Künstlern regiert. Die wichtigen Positionen sind mit ProtagonistInnen der dynamischen Athener Kunstszene besetzt. In einem Sci-Fi Sujet, jedoch dokumentarischen Stil werden tatsächliche Prozesse in Griechenland veroffensichtlicht.

Die Dramaturgie ist ersetzt durch eine „Dynamic Helones Structure“, Schildkötenpanzer verbergen einzelne Szenen. Eine 22-Jährige Premierministerin und Schauspielerin spricht am zum Heiligtum unserer Zeit gewordenen Ort, an welchem im Dezember 2008 ein unschuldiger Teenager von einem Polizisten erschossen worden ist, was mit sich den ersten anarchistischen Aufstand gegen die Lage in Griechenland und damit in Europa mit sich brachte. Die neue Direktorin des Akropolis Museums erklärt, warum neuerdings im bislang nur archäologisch und philologisch engagierten Bau Ausstellungen zeitgenössischer Kunst stattfinden. Der Kurator des Museums spricht über das Ende der Zeit sowie über die Skulptur „Kouros Narkotikos. A Monuent to the Junkies of Omonia“. Eine Performancekünstlerin führt ein Ausbildungsprogramm für Polizisten, indem sie denselbigen an ihren verschiedenen Arbeitsplätzen die altgriechische „Hymne an die Sonne“ singt. Ein Videokünstler filmt die Szenen mit einer im Auge des Totenschädels seiner Gürtelschnalle versteckten Kamera. Die beiden werden von der Polizei angegriffen und geraten in ein militärisches Krankenhaus. Der Behandelnde Arzt diagnostiziert „Neue Normalität“, ein Zustand, der alle Bewohner des Mediterranen Basin demnächt ereilen wird. Symptome: Kaskaden von Bildern, Daueraffekt, Ende des Logos.

2009 First Delphic Hymn to Apollon

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Das Video navigiert durch eine fantastische Landschaft, welche aus den verschiedenen Ansichten von Delphi kompiliert wurde. Der Rezipient hört eine Hymne, die nach den in der Gegend gefundenen Fragmenten altgriechischer Musik rekonstruiert worden ist und sieht Mathematische Operationstiere, welche nach den „pythagoräischen“ enharmonischen Tonarten proportioniert sind.

Tiere dieses Skulpturensystems sind Götter und erscheinen als extatische Visionen, differentiert je nach Spezifik ihrer Tonart und ihrer geographischen Position. Das Lied kulminiert im Tanz der sog. „Übergreifenden Dorischen Summenkatze” an den Tonhöhen der Melodie. In diesem Moment etfaltet sich auf einer neuhervorgebrachten Weise ihr spezifischer Charakter.

Video: